Der Schulleitungsverband Niedersachsen (SLVN) hat sich von Beginn an in Gesprächen mit verschiedenen Ebenen des Kultusministeriums, mit den bildungspolitischen Sprechern verschiedener Parteien sowie in allen Sitzungen und Arbeitsgruppen zur Einführung der Berufsfachschule dual (BFS dual) kritisch-konstruktiv eingebracht. Vertreter des Verbandes haben in verschiedenen Gremien, unter anderem im Expertenrat, frühzeitig auf mögliche Probleme bei der praktischen Umsetzung hingewiesen und ihre Bedenken deutlich formuliert.
Dabei wurden insbesondere mögliche Umsetzungsschwierigkeiten an Monoschulen sowie an Bündelschulen, aber auch der hohe Organisationsaufwand und der hohe Bedarf an Ressourcen deutlich benannt. Auch Fragen der Anerkennung und der konkreten Ausgestaltung – vor allem im gewerblich-technischen Bereich – wurden wiederholt thematisiert und kritisch nachgefragt. Ebenso wurde der Umgang mit Kritik aus den Schulleitungen gespiegelt und deutlich angesprochen. Das unrühmliche Ende der BFS dual zeigt, wie richtig der SLVN mit seiner Kritik und mit seinen Hinweisen lag und wie wichtig es ist, rechtzeitig die Rückmeldungen der Experten aus Schule einzuholen und auf sie zu hören.
Der SLVN begrüßt, dass die BFS dual nun auf ein rechtssicheres Fundament gestellt wurde und Hinweise aus der Praxis in den weiteren Ausarbeitungen aufgegriffen wurden. Das gibt den Schulen die notwendige Handlungssicherheit und bringt, nach den vielen unnötigen Aufregungen, etwas Ruhe in die Schulen.
Grundsätzlich unterstützt der SLVN die anstehenden notwendigen Veränderungen im Bereich der BFS dual. Aus Sicht des SLVN wäre jedoch eine rechtzeitige und offene Kommunikation sowie eine längere Vorlaufzeit für die Umsetzung der erforderlichen organisatorischen und inhaltlichen Anpassungen wünschenswert und wichtig gewesen.
Der Schulleitungsverband Niedersachsen wird den weiteren Umsetzungsprozess auch zukünftig kritisch und konstruktiv begleiten und steht als Gesprächspartner zur Verfügung, der sich dafür einsetzt, dass die praktischen Erfahrungen der Schulen angemessen berücksichtigt werden.
Für den SLVN Carsten Melchert Jörg Gerling

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